7. Forum Mediendesign 2013

#Heading

„Heading“ steht dabei für die kreative Übersetzung und Inszenierung des Mottos Kreativblockaden. Was den meisten Menschen beim Duschen oder Autofahren einfällt, müssen Kreative am Fließband produzieren: gute Ideen. Ideen müssen von immer weniger Mitarbeitern bei schrumpfenden Budgets, internationaler Vergleichbarkeit und immer höherem Druck entwickelt werden. In Zukunft wird man mehr Energie aufwenden müssen und sich der Denkprozesse bewusst werden – ansonsten schwimmt man nur in Klischees. Doch wie macht man das? Und was macht man, wenn im Kopf Leere herrscht? Wie wird aus „Heading“auf elegante Weise „Headvertising“?

Redner

Armin Maiwald, Filmregisseur, Produzent & Autor, Flashfilm, Köln

Prof. Andreas Uebele, Grafikdesigner, Büro Uebele, Stuttgart

Christian Vogt,
leitender Geschäftsführer Pixomondo Germany, Frankfurt

Hermann Waterkamp, Geschäftsführer Leagas Delaney Hamburg / Prag

Hermann Vaske,
Autor, Produzent & Filmemacher, Hermann Vaske’s Emotional Network, Frankfurt

Marco Spies,
Interaction Designer & Markenberater, think moto, Berlin

Stefan Weil, Geschäftsführer Kreation, Atelier Markgraph, Frankfurt

Programm

14:00 Uhr
Begrüßung
Prof. Dr. Dietmar Barzen, Vizepräsident Medien, RFH Köln

14:15 Uhr
AHSW. EGKIUKB. AE. WEG, HUSSH.
alles halb so wild. es gibt keine idee und keine blockade. alles easy. wie es geht, hören und sehen sie hier.
Prof. Andreas Uebele, Grafikdesigner, Büro Uebele, Stuttgart

15:20 Uhr
Substance creates Success
Hermann Waterkamp, Geschäftsführer Leagas Delaney Werbeagentur Hamburg/Prag

16:00 Uhr
Pause

16:30 Uhr
Creating is Waiting
Stefan Weil, Geschäftsführer Kreation, Atelier Markgraph, Frankfurt

17:15 Uhr
Crisis? What Crisis? – Design und Veränderung
Marco Spies, Interaction Designer & Markenberater, think moto, Berlin

18:00 Uhr
Ideas are made of Pixels
Christian Vogt, Geschäftsführer Pixomondo Germany, Frankfurt

18:45 Uhr
Pause

19:15 Uhr
Idea Killers
Hermann Vaske, Autor, Produzent & Filmemacher, Hermann Vaske’s Emotional Network, Frankfurt

20:00 Uhr
Woran Ideen scheitern, und warum es trotzdem immer mal wieder gute Ideen gibt
Armin Maiwald, Filmregisseur & Autor, Flashfilm, Köln

21:00 Uhr
GetTogether

Bilder

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Der Studiengang Mediendesign der Rheinischen Fachhochschule Köln hatte am Samstag, 9. November 2013, zum 7. Forum Mediendesign ins Museum Ludwig eingeladen. Den ganzen Tag nahmen sieben Kreativgrößen aus Design, Werbung und Medien und rund 600 Besucher in Vorträgen und einem Workshop das zentrale Zauberwort aller Kreativen unter die Lupe: die Idee.

Unter dem Motto „Heading“ (Kreativübersetzung für Kreativblockaden) widmete sich die Veranstaltung dem wahrscheinlich wichtigsten Rohstoff der Branche. Dabei stellt die Idee an sich eine (theoretisch) unerschöpfliche Ressource da, wobei alles davon abhängt, die richtige Idee zur richtigen Zeit zu bekommen und richtig umzusetzen.

Eröffnungsredner war der Designer Prof. Andreas Uebele. Er gab in hohem Tempo, garniert mit Humor und Leichtigkeit, tiefe Einblicke in die Vielzahl seiner Arbeiten. Dabei erzählte er herrliche Geschichten und ließ die Zuschauer im vollbesetzten Saal hautnah an seinen Kreativprozessen teilhaben. Sein Credo: Es gibt keine Idee und keine Blockade. Ein wahrer Genuss für Freunde guter Typografie und ästhetischer Gestaltung.

Den krönenden Abschluss bildete ein lebendes Idol: Armin Maiwald, der Vater der Sachgeschichten der „Sendung mit der Maus“. Er setzte sich mitten auf die Bühne und erklärte dem mucksmäuschenstillen Auditorium, wie man trotz vieler Widerstände zur Umsetzung einer guten Idee gelangen kann. Dabei betonte er, dass eine Idee je nach wirtschaftlicher, politischer oder ökonomischer Wetterlage in die eine oder auch ganz entgegengesetzte Richtung laufen kann – immer vorausgesetzt, man gibt dieser Idee Raum und Zeit sich zu entwickeln.

Ein Besucher fasste es zusammen: „Zwei Vorträge, wie sie unterschiedlicher, aber auch – jeweils für sich betrachtet – besser kaum sein können: gut vorbereitet, eindringlich, zum Thema, anregend, mitreißend.“

„Wir hatten mit „Kreativblockaden“ ein sehr wichtiges Thema, das jeden Kreativen betrifft. Dazu kamen in diesem Jahr Referenten aus ganz unterschiedlichen Design-Disziplinen, die das Thema aus differenzierten Blickwinkeln angegangen sind“, resümiert Prof. Martin Teschner, Manager und Organisator des Forums.

„Mut zu sich selbst und Intuition, Freiräume und Muße als auch Recherche, Analyse und Fleiß und nicht zuletzt die Unermüdlichkeit jede Variante zu probieren – dies waren die Zutaten, die für das Entstehen einer Idee genannt wurden. Und nun darf jeder selbst entscheiden, ob er in die Branche tief eintaucht oder abtaucht. Der Cocktail jedenfalls ist nun bekannt“, so die Studiengangsleiterin Prof. Marie-Susann Kühr des berufsbegleitenden Studiums.