2. Forum Mediendesign 2008

Ich sehe was, was du nicht siehst…

Ein »cooles Design« macht man heute eigentlich für alles, vom Essen über das Erlebniswochen- ende bis zum Lebensentwurf. Doch bloßes »Verhübschen« reicht nicht aus, gutes Design ist nicht trennbar von der Funktion.

Es entsteht, wenn Designer genau beobachten, was Nutzern dient. Wenn es gelingt, aus Form und Funktion eine Einheit zu schmieden, entstehen Produkte mit einzigartigem Nutzen und mit einer starken Persönlichkeit.

Design schafft insofern Identität, es visualisiert die Seele des Produktes. Oder kaufen Sie mit einem Porsche ein Fortbewegungsmittel und erwerben Sie mit einer Poggenpohl-Küche eine Funktionsumgebung, um sich ein Spiegelei zu braten?

Design leistet das, was heute kaum noch einem Produkt auf Grund seiner Qualität gelingt: Differenzierung herzustellen. Das ist Wert- schöpfung durch Design. Sie entsteht durch das genaue Hinschauen von Designern, Menschen mit dem Blick für das Detail und der Liebe zur Gestaltung, Menschen, die das sehen, was andere nicht sehen!

Plakate

Speaker

Robert Müller, Patrizia Widritzki facts+fiction, Köln

Lucas de Groot,
Schriftentwerfer und Typograf, FontFabrik , Berlin

Dietmar Henneka,
Fotograf, Stuttgart

Juli Gudehus,
Gestalterin, Berlin

Tom Hirt,
Leiter Digitale Kommunikation, ERCO

Klaus Hesse, Design Director und Mitinhaber, Hesse Design 

Matthias Spaetgens,
Geschäftsführer Kreation, Scholz & Friends, Berlin

Dr. Albrecht Schmidt,
Fraunhofer für Intelligente Informations- und Analysesysteme (IAIS) , Sankt Augustin

Programm

13:00
Prof. Dr. Stefan Ludwigs und Studierende,
Einblicke und Ausblicke zum Studiengang Bachelor 

14:15
Begrüßung Prof. Johannes Schinke, Präsident der RFH,
Prof. Dr. Stefan Ludwigs, Studiengangsleiter Mediendesign 

14:30
Tom Hirt,
Wie verändert das Internet die Kommunikation von ERCO?

15:15
Prof. Klaus Hesse,
Plakatgestaltung und Corporate Design 

16:00
Tom Alby,
Don’t believe the Hype – Web 2.0 goes Mobile 

16:30
Prof. Dr. Albrecht Schmidt,
Illusionen 2.0 

17:00
Pause

17:30
Matthias Spaetgens,
Kreative Kampagnen für schwierige Ziel- gruppen im Zeitalter der Informationsflut

18:15
Robert Müller und Patrizia Widritzki,
Between InsideOut

18:45
Dietmar Henneka,
Ein Parforce-Ritt durch die deutsche Printwerbung

19:30
Juli Gudehus,
Dreamer! You’re Nothing but a Dreamer!

20:15
Prof. Dr. Stefan Ludwigs und Prof. Lucas de Groot,
Hardcore Curves

21:00
GetTogether

 

Feedback

Rund 500 Besucher kamen zum Zweiten Forum Mediendesign der Rheinischen Fachhochschule Köln (RFH) am 8. November 2008. Im Filmforum im Museum Ludwig  trafen sich Gäste aus Medien- und Designagenturen, Studierende,  kreative Köpfe und Oberstufenschüler, die sich für den BA-Studiengang Mediendesign interessieren.

Auf dem Forum Mediendesign der Rheinischen Fachhochschule Köln gewährten hochkarätige Gestalter und Profis aus verschiedenen Disziplinen der Medienbranche Einblicke in ihre Praxis, berichteten über Trends, gaben Ausblicke zu Berufschancen und formulierten die Anforderungen für gute Mediendesigner. Die Studierenden des Fachbereichs Mediendesign zeigten die beeindruckenden Ergebnisse ihrer Projektarbeiten. Das Forum stand unter dem Motto „Ich sehe was, was Du nicht siehst“.  Das Motto hatten die Studierenden ganz unkonventionell zur Kampagne umgesetzt: Überall, an ganz alltäglichen Gegenständen, ob am Feuerlöscher, am Spiegel oder an der Treppe, waren scharfsinnige Sprüche zu lesen. So konnten die Gäste beispielsweise an den Toilettentüren in Anlehnung zum FAZ-Werbespruch „Hinter jeder Tür steckt ein kluger Kopf“ über ein entsprechendes Piktogramm schmunzeln. An einer Kölschflasche klebte ein  doppeldeutiges Blatt „Rheinisches Format“. Der Begriff umschreibt nicht nur die hiesige Bierkultur, sondern auch ein gängiges Zeitungsformat (z.B. Rheinische Post). An Spiegeln prangte „Spiegel-Leser wissen mehr“, aber auch der Spruch „Es gibt immer wieder was zu tun“, der vielleicht manche Besucher oder Besucherinnen anregte, die Frisur oder das Make-Up nachzubessern. 

„Einfach super und erfrischend“, fand Prof. Martin Gertler, ehemaliger Studiengangsleiter, die Idee. „Mediendesign ist eben oft auch Textdesign“.